Orisha, Naturkräfte, Götter, Heilige
Orisha, Naturkräfte, Götter, Heilige
Orisha, Naturkräfte, Götter, Heilige
Sie sind Diener Gottes, bzw. Mittler zwischen Gott und Mensch
Diese Kräfte findet man in der Natur wieder und werden von jeher, geehrt und geachtet, wir sind ein Teil der Schöpfung, bevor es noch eine Religion gab. In vielen Traditionen und alten Kulturen ist das immaterielle Erbe erhalten geblieben. In unseren Kulturkreis ist es zum Teil verloren gegangen, aber man findet noch alte Bräuche und Redewendungen die von Generation zu Generation weiter getragen wurden . Die materiell ausgerichtete neue Welt hat sich von der Natur entfernt, es scheint als würden wir das alte Wissen wieder vermissen und müssen es in anderen Kulturen wieder finden um zu unseren Wurzeln zu finden.
Die Verehrung der Orishas dient der Entwicklung von Iwa-Pele, also von ausgeglichenen Charakter und Wesen. In der Yoruba Tradition spricht man von Religion als festgelegten Brauch der Gottesverehrung, es dient als Mittel zum Zweck . Jedoch vielmehr ist der Mensch hierher gekommen um Iwa-Pele zu entwickeln, der reinen und erleuchteten Charakterentwicklung, das impliziert die Beschäftigung mit den Orishas.
Je erleuchteter das Bewusstsein im Bezug auf das Göttliche- desto mehr wird das eigene Verhalten zum Spiegel des Göttlichen .So kann der Mensch in seiner Entwicklung die Stufe eines Heiligen oder Priesters erreichen.
Einige Namen der Orishas aus der afrikanischen Tradition...
Die 4 heiligen Krieger
Elegua
Götterbote, Überbringer der Gaben an die Orisha, Wächter der Kreuzungen, Herr der Wege, Bewahrer von Ashe
(ashe, ache, is the power to make things happen ) Er prüft die Seelen , Mittler zwischen Mensch und Gott
Ogun
Schutzgottheit der Schmiede und Eisens, Schöpfer der Zivilisation, Gerechtigkeit und Eide Herr der Straßen , der Chirurgie, Schaffer von Wegen, ,Gewalt, Schutz ,Stabilisierung
Oschosi
Orisha der Krieger und Jäger
Osun
Stab des Babalawo, der für Gesundheit, Weisheit und Schutz steht
weitere Orishas:
Ibeji - Zwillinge die den dualen Aspekt des Kosmos symbolisieren
Oba - Orisha der Inseln
Aganyu - Orisha der Vulkane und des Erdkerns ,Höhlen
Oko - Orisha der Bauern
Erinle - Orisha der Medizin
Osain - Orisha der Pflanzen und Kräuter
Babaluaye - (Sopona) Orisha der Krankheiten, Seuchen, Herr der Pest, König der Erde
Obatala - Schöpfer der menschlichen Gestalt, ältester der Orisha, Weisheit, Reinheit , moralische
Gesinnung, Strategie, hohe Intelligenz, Vater, Gott des weisen Tuches, Frieden, Transzendenz,
Herr der Berge
Tschango - königlich, staatsmännisch, Regierung, Stärke Macht , Gott des Donners und des Blitzes, Feuer,
Tanz, Musik, Trommel, Manneskraft
Yemoja - Urmutter Mutter der Meere
Oya - Bewacherin der Friedhöfe, Schützerin der Seelen auf ihrer Weiterreise, Wirbelwinde, Stürme,
Tod, Fortschritt
Oschun - Fruchtbarkeit, Kunst, Schönheit, Mutter der Süßwasser, Seen, Flüsse ,Sinnlichkeit, Liebe,
Schönheit, Güte, Luxus, Intuition, Geisteswissenschaften
Orunmila - Gott der Weisheit, Orakelgott, Erziehung, Bildung lebt außerhalb der Polarität
Orishas dienen dem Menschen als Schutz und Führung ein guter Mensch zu werden um die Aufgabe hier auf Erden, im Sinne seines göttlichen Anteils zu erfüllen. Priester bzw. Santero / Santera (initiert bzw. eingeweiht in das jeweilige HauptOrisha) sprechen mit den Orishas durch Muscheln die sie nach ihrer Einweihung zum Priester bekommen. Eine andere Möglichkeit ist durch Trance, Besessenheitstrance der Spirits/ Muertos oder der Orisha selbst , die so ihre Botschaften durch ein Medium zum Ausdruck bringen .
Besessensheitstrance durch Orishas oder Muertos dienen der Divination, also der Vermittlung zwischen der irdischen und der unsichtbaren Welt. Ihre Nachrichten dienen uns als Weiterhilfe und werden als Führung verstanden. Während der Trance besteigt ein Geist, Gottheit das Medium, das passiert ohne Einnahme von Drogen.
Besessenheitstrance kann spontan erfolgen, auch bei Nicht-Priestern.
Trance verhilft den Menschen zu den stärksten und eindruckvollsten Gefühlen zu denen ein Mensch fähig ist.
Trancemedien sind auserwählt von den Heiligen, Muertos. Sie sind meist Frauen.
Detaillierte Beschreibung zu den Orishas
Elegua,Eschu, Elegba
Zahl: 3 ,21
Totem: Ratte
Herr der Straßen, Straßenkreuzungen und Türen. Überbringer von Ashe. Nach belieben schenkt er uns Frieden oder Krieg, Glück oder Unglück.
Eine Gottheit die mit all den geistigen Wesen kommuniziert und in Verbindung ist. Bei jedem Ritual bekommt er als erster seine Opfergabe und wird oft laut Chrstentum mit dem „Teufel“ gleichgesetzt. Eines seiner Eigenschaften ist die eines göttlichen Tricksters, der uns im ursprünglich kosmologischen Kampf an Grenzen bringt und so seine schöpferische Seite von Unvollkommenheit wieder durch einen schöpferischen Aspekt zum Ausdruck bringt. Diese dualistische Gottheit mit ihren beiden Gesichtern verkörpert die in uns liegenden zwei Seiten unserer Natur.
Aus unseren eigenen Chaos wird Ordnung und umgekehrt , ein Widerstreit der sich in menschlicher Willensfreiheit und gottbezogener Einheit festlegt.
Seine Mütze zeigt den männlichen Phallus .Zeugungs und Schöpfungskraft bedeutet immer Erschaffung und Zerstörung und ist Teil eines Differenzierungsprozesses innerhalb des Universums.
Obatala
Zahl:8
Totem: Elefant, Igbin-Schnecke, Gorilla
Er ist der König der Orishas., geistiger sowie physischer Erschaffer der Menschheit.Er gilt als die Personifikation höchster ethischer Gesinnung. Er ist der König des Kopfes , der Träume und Gedanken, der Barmherzigkeit und des Friedens. Sein Symbol ist die weiße Taube. Von Olodumare ausgesandt um die Menschen zu erschaffen formte er sie und Olodumare blies ihnen den Lebensatem (Emi) und die Seele ein. Ihm gehören 24 verschiedene Wege bzw. Aspekte.
Es gibt eine Stelle wo steht…“das weiß meiner Haare reflektiert alle Mysterien.
Ich habe die Kraft von allen Köpfen und bringe Vergeltung an jene deren Köpfe schlecht sind“( 27)
Man findet Obatala auch unter den drei Farben der Schöpfung. Schwarz representiert Perfektion, Vitalität und endlose Tiefe.Rot ist die Symbolik von Blut, dem Fluidum das Ase hält und freisetzt damit entwas entstehen kann. Die Farbe der spirituellen Transzendenz ist weiß.
Odu ,Obatala und Iyami Oshoronga sind drei Aspekte einer Kraft.Diese drei Farben , die Orisha sowie die Menschen welche mit und durch diese Farben der Elemente arbeiten gewährleisten die Aufrechterhaltung der Welt.
Obatala ist die Reflexion von allen und reflektiert alles, inklusive der weitreichenden Tiefe von Aje.Umwandelndes lineares Prismas in einen kreisförmigen Regenbogen ist Obatalas kreatives Aje und Ase beinhaltet alle menschlichen Formen, sie kehren zu Obatala in sacraler und symbolischer Form zurück, um in den Zyklus von Unendlichkeit wieder eingehen zu können.Obatala formt die Köpfe der noch ungeborenen. Er ist der Besitzer von allen Wegen, Mysterien und Köpfen. Heiliges Wasser von dieser Kraft gewährleistet Schutz.
Yemoja
Zahl: 7
Yemoja Göttin der Meere und der Mutterschaft.Sie wird bezeichnet als die „Mutter der Fische“(44) man begrüßt sie mit den Worten „ Omio Yemoja“.Sie ist die Schutzpatronin der Seefahrer. Ihr Metall ist Blei das vom Salzwasser nicht angegriffen wird. Ihre Zaht ist die 7 und ihre Pflanzen sind u.a. Eisenkraut, Minze , Rosmarin und die Wassermelone. Ihr Totem ist die Ente.In Afrika gehört ihr der Fluß Ogun.Sie Ursprung allen Lebens sowie die Mutter der Orishas.In 7 ist die Welt erschaffen worden.
Sie gebar Sango ( Gott des Donners) sowie, Dada ,Babaluae oder Soponna, Ogun, Oya, Osun Oba , Orisha Oko ( Bauer ), Osupa ( Mond), Osossi ( der Jäger) und Aje Saluga (Orisha der Gesundheit)
Oshun
Zahl: 5
Sie ist die Venus unter den Orishas.Sie steht für Reichtum, Wohlstand und für die Süße des Lebens.Ihr gehört Gold und Messing, sowie der Fächer aus Federn (abebe),ebenso der Honig, wie Flüsse und Bäche.Ihr Totem ist der Pfau ihre Zahl die 5.Die weibliche Sexualität, von der Verführung bis zur Empfängnis obliegt ihrer Zuständigkeit.Sie ist in der Yorubakosmologie von wichtiger Bedeutung da sie als einzige weibliche Gottheit von den 16 Irunmole von Olodumare auf die Erde geschickt wurde. Sie ist das 17. Irunmole und steht für die Erkenntnis dass ohne ein weibliches Element kein Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird und so kreative Erfolge ins scheitern geraten.
Oba
Sie war in der Mythologie die erste und rechtmäßige Ehefrau von Shango.Sie wurde verstoßen , nachdem sie versucht hatte seine abgekühlte Leidenschaft aufzufrischen indem sie sich ein Ohr abschnitt und es in sein Lieblingsessen mischte.Sie galt als folgsam und war für Erziehng und Ausbildung zuständig. Sie blieb bis ans Ende ihrer Tage aus Verbitterung alleine.Ihre Zahl ist die 9 , sie gilt als das Orisha des Seehandels und der Inseln und ist in Afrika die Göttin vom Fluß Oba.
Yewa
Sie gilt als die „wahre Herrin des Friedhofs“und regiert den physischen Aspekt des Todes. Sie ist das Orisha der Keuschheit und Jungfräulichkeit.